Wohngruppen für Kinder und Jugendliche
Was versteht man unter Wohngruppen in der Kinder- und Jugendhilfe?
Wohngruppen für Kinder und Jugendliche sind stationäre Angebote der Jugendhilfe nach § 34 SGB VIII. Sie bieten jungen Menschen, die vorübergehend oder längerfristig nicht in ihrer Herkunftsfamilie leben können oder sollen, ein sicheres Zuhause mit pädagogischer Betreuung.
Wann werden Wohngruppen gebraucht?
Wenn das familiäre Umfeld Kinder und Jugendliche nicht ausreichend schützt oder fördert, bieten Wohngruppen eine bessere Alternative zum Aufwachsen.
Gründe für die Übergabe eines Kindes an eine Wohngruppe können etwa die Überforderung der Eltern, familiäre Krisen, Vernachlässigung, Gewalt, psychische Belastungen oder fehlende stabile Strukturen sein.
Ziele von Wohngruppen für Kinder und Jugendliche
Im Mittelpunkt steht bei Wohngruppen die Förderung sozialer Kompetenzen sowie die Stärkung der individuellen Fähigkeiten, um Kinder und Jugendliche auf ein späteres selbstständiges Leben vorzubereiten. Wenn es die Umstände erlauben, kann zudem die langfristige Rückführung in die Herkunftsfamilie ein zentrales Ziel sein.
Die Leistungen der Wohngruppenangebote von JUVANDIA
Unsere Gesellschaften bieten verschiedene Wohngruppenangebote mit unterschiedlichem Fokus an.
Regelwohngruppen für Kinder
Hier leben vor allem jüngere Kinder in festen Gruppenstrukturen und mit verlässlichen Bezugspersonen.
Für Sie bieten wir:
- 24-Stunden-Betreuung
- Enge schulische Bildung
- Elternarbeit und Familienberatung
- Alltagsstrukturierung
- Freizeitpädagogische Angebote
- Förderung sozialer Kompetenzen
Jugendwohngruppen
Unsere Jugendwohngruppen richten sich vor allem an ältere Kinder und Jugendliche, die zunehmend Selbstständigkeit erlernen sollen. Unsere Schwerpunkte sind hier:
- Verselbstständigung im Alltag
- Schul- und Ausbildungsintegration
- Unterstützung bei psychischen Belastungen
- Sozialpädagogische Einzelgespräche
- Gruppenpädagogische Arbeit
05221 960 -0
info@juvandia.de
Häufig gestellte Fragen zu Wohngruppen für Kinder und Jugendlichen
Die Unterbringung in Wohngruppen ist sinnvoll, wenn Kinder oder Jugendliche vorübergehend nicht in ihrer Familie leben können und eine stabile, pädagogisch begleitete Umgebung benötigen.
Eltern oder Sorgeberechtigte entscheiden sich in den meisten Fällen gemeinsam mit dem Jugendamt für eine Wohngruppe, wenn die benötigte Fürsorge für das Kind nicht mehr gewährleistet werden kann. In schwerwiegenden Fällen, in denen das Kindeswohl gefährdet ist, kann das Jugendamt die Überweisung in eine Wohngruppe aber auch ohne die Zustimmung der Sorgeberechtigten veranlassen.
Die Dauer des Verbleibs in einer Wohngruppe kann wenige Monate bis mehrere Jahre betragen. Sie ist abhängig von der individuellen familiären Situation und dem Entwicklungsstand.
